der ſie zu zerſtreuen im Stande wäre. Er ſchlug ihnen daher vor, einen Theil des Abends im Marybonegarten* hinzubringen, der da⸗ mals von der beſten Geſellſchaft aus der Stadt beſucht wurde. Dieſer Plan fand bei der klugen Sophie Beifall, denn ſie merkte die Abſicht ihres Mannes; und die Braut ließ ſich von ihrer
Schwägerin überreden. Mithin wurden nach dem Thee zwei Chaiſen
beſtellt, und Peregrine ward auf der Hinfahrt mit Gewalt von ſeiner Geliebten getrennt.
Als ſie vor dem Orcheſter ſtanden und einer engliſchen Ballade aufmerkſam zuhörten, die vortrefflich vorgetragen wurde, gewahrte Peregrine einen eomödiantiſch⸗flimmernden Franzoſen, der ſich an einen Pfeiler gelehnt hatte und einen Monolog über die barbariſche Geſchmackloſigkeit in England hielt, die ſich durch den Beifall bei einem ſo elenden Produkte deutlich zeigte. Da die Bemerkungen des Stutzers mit übermüthigen Reflerionen in Betreff der ganzen Nationen durchwebt waren, ſo zeichnete ihn Pickle als einen taug⸗ lichen Gegenſtand der Verſpottung aus, und ſann darauf, ihn vor der ganzen Geſellſchaft lächerlich zu machen. Denn er hielt ihn für einen unverſchämten Kammerdiener, der bei Nacht den Cavalier ſpie⸗ len wollte. Allein der Fremde überhob ihn der Mühe, ſeine Erſin⸗ dungskraft in Koſten zu ſetzen.
Einer von den Aufwärtern des Hauſes hatte die Zeche der Geſellſchaft, die er bediente, gerade an den Pfeiler geſchrieben, den der Franzmann einzunehmen für gut befunden hatte. Als er ſich nun entfernte, nahm er natürlich den größten Theil der Rechnung auf ſeinem Haarbeutel und Schultern mit ſich. Der Aufwärter kam, um noch eine Flaſche zur Zeche zu ſchreiben, und fand die Rechnung beinahe ganz ausgelöſcht. Hierüber fing er mit den Umſtehenden einen gewaltigen Lärm an.
Unſer Held erzählte dieſem Menſchen, auf welche Art ſich das
* Ein öffentlicher Vergnügungsort.
Smollet's Romanc. XIMI. 11


