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Siebenundneunzigſtes Kapitel. Peregrine tritt als Schriftſteller auf und wird Mitglied eines Autorenelubbs.
Nachdem unſer junger Herr dieſe peinliche Erklärung gethan, begann er Plane zu ſchmieden, um den Mangel ſeines jährlichen Einkommens, welches jetzt ſo fürchterlich geſchmolzen war, zu erſetzen. Endlich beſchloß er, ſeine durch Natur und Erziehung erhaltenen Ta⸗ lente zu benutzen. Zur Zeit ſeines Ueberfluſſes hatte er von meh⸗ reren Schriftſtellern gehört, die, ohne alle Anſprüche auf Genie oder gründliche Kenntniſſe, ſich dadurch ganz leidlich ſtellten, daß ſie für Buchhändler literariſche Arbeiten beſorgten, bei denen der Ruf gar nicht in Betracht kam. Einer zum Beiſpiel überſetzte zu ſo und ſo viel Honorar den Bogen, wozu er fünf bis ſechs Hanslanger hielt, die wie die Schreiber in einem Comptoir vollauf zu thun hatten. Dadurch ward er in den Stand geſetzt, ganz gemächlich zu leben, und ſeines Freundes und einer guten Flaſche Wein zu genießen, ohne nach einem andern Ruf zu geizen, als dem eines ehrlichen Mannes und guten Nachbars. Ein Anderer ließ unter ſeiner Aufſicht neue Lerika durch Tagelöhner ausführen. Das Fach des dritten waren Geſchichte und Reiſebeſchreibungen, die er durch ſubalterne Arbeiter compiliren und kürzen ließ.
Pickle hatte, wenn er ſich mit dieſen Federhelden verglich, gegen ſeine Fähigkeiten ſo viel Achtung, daß er alle Zweifel verbannte, ob er im Stande ſeyn würde, es jedem einzelnen dieſer Compilatoren in den verſchiedenen Zweigen ihres Handwerks zuvorzuthun, falls er ſich je genöthigt ſehen ſollte, ſich ihnen anzuſchließen. Inzwiſchen regte ihn ſein Ehrgeiz an, ſeinen Ruhm mit ſeinem Vortheil zu vereinigen. Zu dem Ende verſuchte er einige Produkte, die ihm bei der Welt Ehre machen und zugleich ſeinen Credit bei den Käufern von Handſchriften in London gründen möchten. So huldigte er denn der Muſe, und da er wohl wußte, wie wenig man in unſerm Zeit⸗ Smollet's Romane. AII. 3


