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meinem Daſeyn nicht gewiſſer, als davon, daß Sie das Herz meiner Schweſter noch beſitzen. Bei dieſer Erklärung traten ihm Thränen in die Augen, allein er ſchüttelte den Kopf, lehnte ihre Vermittlung ab und wünſchte, daß die junge Dame glücklicher ſeyn möchte, als er ſie je zu machen im Stande ſeyn würde.
Miſtriß Gauntlet ward durch dieſe Aeußerung beſtürzt und durch die verzweiflungsvolle Art, womit er ſie vorbrachte, gerührt. Sie bat ihn, ſie wiſſen zu laſſen, ob ſeit Kurzem durch eine Veränderung in ſeinen Geſinnungen oder in ſeiner Lage neue Hinderniſſe entſtan⸗ den wären. Um nun einer verdrießlichen Erörterung auszuweichen, ſagte er ihr, er habe ſchon lange die Hoffnung aufgegeben, im Stande zu ſeyn, Emiliens Unwillen zu beſiegen. Aus dieſer Urſache hätte er alle fernere Verſuche hierzu aufgegeben und wolle ſie nie wieder erneuern, ſo ſehr auch ſein Herz bei dieſem Entſchluß leiden möchte. Doch nähme er den Himmel zum Zeugen, daß ſeine Liebe, Hochachtung und Bewunderung gegen ihre Schweſter nicht im Min⸗ deſten abgenommen hätten. Allein der wahre Beweggrund, weßhalb er ſeine Abſichten auf die junge Dame fahren ließ, war der verfallene Zuſtand ſeines Vermögens. Die Empfindlichkeit ſeines Stolzes war dadurch nur noch erhöht und der Abſcheu vor einer abſchlägigen Ant⸗ wort vermehrt worden. Miſtriß Sophie äußerte ihr Leidweſen über dieſen Entſchluß ſowohl ſeinet- als Emiliens wegen, deren Glück, wie ſie meinte, von ſeiner Beſtändigkeit und Zuneigung abhinge. Sie würde ſich genauer nach der Beſchaffenheit ſeiner Angelegenhei⸗ ten erkundigt haben, wenn er ihr nicht die Luſt dazu benommen hätte, daß er ein anderes Thema auf die Bahn zu bringen ſuchte.
Nach gegenſeitigen Betheurungen der Freundſchaft und Achtung verſprach er, ſie während ihres Aufenthaltes in London oft zu be⸗ ſuchen, und nahm in gar ſeltſamer Verwirrung von ihr Abſchied. Die Bilder der Liebe verurſachten ihm dieſe Stimmung, und nagende Sorgen geſellten ſich dazu.
Seit einiger Zeit hatte er die Vergnügensgenoſſen verlaſſen, mit


