dieſer Sturm der Leidenſchaft bei ihm vorüberbrauſen ſollte; als er aber wahrnahm, daß der Paroxismus mehr zuzunehmen ſchien, ſandte er ſehr weislich nach einem Arzte, der mit ſeinem Herrn bekannt war. Derſelbe verordnete nach Erwägung der Umſtände und der Symptome, ihm ohne Zeitverluſt reichlich zu Ader zu laſſen, und verſchrieb ihm einen Trank, um den Aufruhr ſeiner Lebensgeiſter zu ſtillen.
Dieſe Verordnungen wurden pünktlich vollzogen. Peregrine ward ruhiger und folgſamer. Er erlangte ſeine Beſinnungskraft ſo weit wieder, daß er ſich ſeiner Ausſchweifungen ſchämte, ſich ruhig auskleiden und zu Bette bringen ließ. Seine heftigen Bewegungen auf dem Maskenball, wozu noch die gegenwärtige Zerrüttung ſeiner Lebensgeiſter kam, hatten ihn ſo müde gemacht, daß er bald in einen tiefen Schlaf verſank. Dieß trug viel zur Erhaltung ſeines Ver⸗ ſtandes bei. Dennoch war ſein Gemüth noch nicht ganz beruhigt, als er gegen Mittag erwachte. Bei Erinnerung deſſen, was vorge⸗ fallen war, übermannte ihn der ſtärkſte Unwille. Emiliens Vorwürfe klangen ihm fortwährend im Ohre, und während ihn ihre Verach⸗ tung tief ſchmerzte, konnte er nicht umhin, ihren Muth zu bewun⸗ dern und im Herzen den Reizen des ſchönen Mädchens zu huldigen.
Zweiundachtzigſtes Kapitel.
Peregrine bietet Alles auf, um ſich mit ſeiner Geliebten wieder auszuſöhnen⸗ Er hat mit ihrem Oheim einen Wortwechſel. Dieſer verbietet ihm ſein Haus.
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In dieſem Zuſtande der Herzzerriſſenheit ließ ſich Peregrine mit⸗ telſt einer Sänfte nach ſeinem Logis ſchaffen. Eben, da er mit ſich zu Rathe ging, ob er Emiliens Verfolgung aufgeben, und ihr Bild


