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keit ſchmeichelten ſie ſich oft in die Bekanntſchaft der Fremden ein, für deren Hauptleidenſchaften ſiez unentbehrlich und beförderlich waren, weil ſie deren Neigungen immer zu Rathe zogen. Durch ihre Ver⸗ bindung mit den Apothekern und Krankenwärterinnen wurden ſie von allen und jeden geheimen Familienvorfällen unterrichtet, und daher in Stand geſetzt, hämiſche Grollſucht zu befriedigen, dem Spleen bei einer verdrüßlichen Krankheit angenehme Unterhaltung zu verſchaffen und den Durſt unverſchämter Neugier zu ſtillen.
Bei dieſen Beſchäftigungen litt denn auch öfters der gute Name unſerer beiden Helden, und daher kam es, daß die ganze Zunft ſich Sir Pickle's Unwillen zuzog. Nach verſchiedenen Berathſchlagungen mit ſeinem Freunde kam endlich ein Plan zu Stande, der auf fol⸗ gende Art gegen die dortige medieiniſche Fakultät in's Werk geſetzt wurde.
Unter denen, die den Kurſaal beſuchten, befand ſich auch ein alter Offizier, deſſen ſchon von Natur ungeduldiges Temperament öftere Anfälle der Gicht, durch welche er faſt gänzlich des Gebrauchs ſeiner Glieder beraubt war, zu einer außerordentlichen Höhe von Giftigkeit und Wunderlichkeit emporgetrieben hatten. Er ſchrieb ſein hartnäckiges Uebel der verkehrten Behandlung eines Wundarztes zu, den er gebraucht hatte, jals er an den Folgen eines unglücklichen Liebeshandels erkrankt war. Dieſe Vermuthung hatte ihn mit einem unüberwindlichen Widerwillen gegen alle Söhne Aeseculaps erfüllt, ein Widerwille, in dem er durch den Bericht eines Londoner Freun⸗ des noch mehr beſtärkt wurde, der ihn verſicherte, es ſey bei den Aerzten zu Bath allgemeiner Brauch, den Patienten von dem Brun⸗ nentrinken abzurathen, damit die Kur und folglich ihr Beiſtand von ſo längerer Dauer ſeyn möchte.
So gegen Aerzte und Heilkunſt eingenommen, langte er in Bath an, wo er, nachdem er ſich einige wenige allgemeine Regeln ertheilen laſſen, ohne weitere Anleitung den Brunnen trank. Er ergriff jede Gelegenheit, durch Worte und Geberden ſeinen Haß und ſeine Ver⸗


