Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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Die Heldin des Stücks war ſo beſchaffen, daß Seipio ſie weggeben konnte, ohne daß ihm dieſe Großmuth ſehr ſauer ankam. Dieſer Meinung ſchien wirklich der eeltiberiſche Prinz zu ſeyn. Denn als er ſeine Geliebte von der Hand des Siegers empfing, äußerte er nichts von jenen Entzückungen der Liebe und Dankbarkeit, deren Livius bei Erzählung dieſer Begebenheit gedenkt. Inzwiſchen war der hol⸗ ländiſche Scipio nach ſeiner Art artig genug. Er nöthigte ſie mit der Benennung„Mefrauw“ ſich zu ſeiner Rechten niederzulaſſen, füllte mit eigener Hand eine neue Pfeife und überreichte ſie nebſt einem Schwefelhölzchen dem Liebhaber mit der Anrede„Mynheer.“

Alles Uebrige in der Tragödie war nach gleichem Geſchmack und ſo nach dem Gaumen der Zuhörerſchaft zuſammengeſtellt, daß dieſe ihr gewohntes Phlegma abgelegt zu haben ſchien, um der Vorſtellung nach Herzensluſt zu applaudiren.

Nach dem Stück begab ſich unſere Geſellſchaft in dgs Haus ihres Freundes, wo ſie den Abend zubrachten. Das Geſpräch kam auf die Poeſie. Es war ein Holländer zugegen, der Engliſch ver⸗ ſtand. Dieſer hatte der Unterredung ſehr aufmerkſam zugehört; end⸗ lich nahm er mit beiden Händen die größte Hälfte eines der Cheſter⸗ käſe auf, der vor ihm lag und ſagte:„Ick weet, wat Poeterei is. Myn Brver is een grooter Poet und heeft nen Boek geſchreeven, ſo

dick as dat.“

Pickle, den dieſe Art und Weiſe, einen Schriftſteller nach der Quantität ſeiner Werke abzuſchätzen, beluſtigte, erkundigte ſich nach dem Inhalt der Schriften dieſes Dichters. Allein davon konnte ihm deſſen Bruder keine Nachricht geben, und wußte ihm weiter nichts zu ſagen, als daß er einen ſchlechten Markt machte; er wünſchte deßhalb, daß er ein anderes Handwerk gewählt haben möchte.

Die einzigen merkwürdigen Orte, die unſere Geſellſchaft in

Amſterdam noch nicht geſehen hatte, waren die Speelhuizen oder Muſikhäuſer, welche aus Nachſicht der Obrigkeit zur Erholung der⸗

jenigen gehalten werden, die ſonſt auf die Keuſchheit rechtſchaffener