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Neunundſechszigſtes Kapitel.
Die Geſellſchaft geht von Haag nach Amſterdam, ſieht daſelbſt ein hvog⸗ duetſches Trauerſpeel aufführen, beſucht ein Speelhuys, woſelbſt Peregrine mit dem Kapitän eines Kriegsſchiffs Händel bekommt. Auf ihrem Wege nach Leyden paſſieren ſie Harlem, von wo ſie nach Rotterdam zurückkehren. Hier trennt ſich die Geſellſchaft und unſer Held langt mit ſeinen Reiſe⸗ gefährten wohlbehalten zu Harwich an.
Mit den früheren Reiſegefährten am folgenden Tage wieder vereinigt, beſuchten Peregrine und Jolter mit jenen alle merkwürdigen Gebäude der Stadt, als das Gießhaus, das Stadthaus, das Spinn⸗ haus und des Grafen Bentink's Gärten, worauf ſie ſich Abends nach dem franzöſiſchen Theater wandten. Der Direktor war ein famöſer Harlekin, welcher Mittel gefunden hatte, dem Geſchmack der Hollän⸗
der ſo kräftig zu ſchmeicheln, daß ſie ihn als den größten Schau⸗
ſpieler prieſen, welcher ſich jemals in den Staaten von Holland hätte blicken laſſen. Die Geſellſchaft, an deren Spitze dieſer Komiker ſtand,
führte keine regelmäßigen Stücke, ſondern nur eine Art von Im⸗
promptüs auf, in welchen der Spaßmacher immer die Hauptrolle
ſpielte.
Unter allen den witzigen Einfällen, die dieſer Mann losgab, war ein Zug, der zu der Gemüthsſtimmung und dem Genius ſeiner Zuhörerſchaft ſo ausnehmend paßte, daß es Schade wäre, ihn mit Stillſchweigen zu übergehen. Es ſtand eine Windmühle auf dem Theater. Harlekin beſichtigte ſie voller Neugier und Bewunderung, und fragte einen von den Mühlknappen, wozu dieſe Maſchine diene. Da man ihm ſagte, daß es eine Windmühle ſey, bemerkte er mit trüber Miene, daß er nicht das Vergnügen haben würde, ſie rund gehen zu ſehen, weil nicht das geringſte Lüftchen wehte. Durch dieſe Betrachtung mißmuthig gemacht, nahm er die Attitüde eines Men⸗ ſchen an, der in tiefes Nachdenken verſenkt iſt. Er verharrte einige


