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Fünfundſechszigſtes Kapitel.
Peregrine wird wieder aus der Haft entlaſſen. Jolter geräth durch deſſen
geheimnißvolles Betragen in keine geringe Verlegenheit. Zwiſchen dem
Dichter und Maler entſpinnt ſich ein Streit, der durch ihre Reiſegefährten wieder beigelegt wird.
Als Peregrine aus einigen Reden, welche der Prinz⸗Regent hatte fallen laſſen, entnahm, daß ihn dieſer für einen Schwindelkopf und Meuchelmörder halte, bat er, daß man ihm geſtatten möchte, einige Zeugen aufzurufen, die über ſeinen Namen, Stand und Charakter eine Ausſage leiſten würden, welche gewiß die boshaften Ausſpren⸗ gungen ſeines Anklägers zu nichte machten. Peregrine's Bitte ward erfüllt, und unſer Held ſchrieb nun an ſeinen Hofmeiſter, damit die⸗ ſer die Empfehlungsbriefe, die Peregrine von dem britiſchen Ge⸗ ſandten zu Paris erhalten hatte, und andere Papiere vorlegte, die zu ſeiner Rechtfertigung beitragen konnten.
Dieſes Billet ward zur Beſorgung einem der wachthabenden Un⸗ teroffiziere gegeben. Derſelbe eilte damit in den Gaſthof und ver⸗ langte Herrn Jolter zu ſprechen. Pallet, der von ungefähr an der Thüre ſtand, als dieſer Bote ankam, und ihn nach dem Hofmeiſter fragen hörte, rannte gerade in deſſen Zimmer, und ſagte zu ihm mit offenbarer Verwirrung: ein baumlanger Kerl von Soldaten mit einem ungeheuern Schnurrbart und einer Pelzmütze, ſo groß wie ein Schef⸗ fel, erkundige ſich nach ihm. Der arme Hofmeiſter zitterte und bebte bei dieſer Nachricht, wiewohl er ſich keiner Handlung bewußt war, welche die Aufmerkſamkeit des Staats verdient hätte. Als ſich der Unteroffizier an der Thüre des Zimmers zeigte, nahm Jolter's Ver⸗ wirrung dermaßen zu, daß ihm Hören und Sehen verging. Der Unteroffizier wiederholte ſeine Botſchaft dreimal, ehe jener ihn ver⸗ ſtand, oder es wagte, den ihm dargebotenen Brief anzunehmen. End⸗ lich raffte er alle ſeine Courage zuſammen und las den Brief, wor⸗


