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daß die Dame vor Schreck faſt in Ohnmacht ſank und ihr Liebhaber in äußerſte Verlegenheit und Verwirrung gerieth. Der Maler, der ſich ſo gewaltſam in die Schlafkammer, er wußte nicht von wem, hineingedrängt fand, war voller Furcht, der Beſitzer möchte auf ihn als einen Räuber, der in ſein Gemach eingebrochen ſey, eine Piſtole abfeuern. In dieſer großen Angſt und Beſtürzung ſuchte er ſeinen Rückzug auf alle mögliche Art und Weiſe zu beſchleunigen. Er ſchwitzte die ganze Zeit über vor Furcht und betete in Einem fort um Rettung zum Himmel. Sein halsſtarriger Gefährte kümmerte ſich aber nicht um ſeinen Zuſtand, und ſtatt ſich ſeinem Führer zu unterworfen, begann er rundum zu gehen wie ein Mühlſtein. Der vereinigte Schall von ſeinen Tappen und Schellen machte das merk⸗ würdigſte Concert.
Der unglückliche Reiter, der auf dieſe Art herumgewirbelt ward, hätte gern ſeinen Sitz fahren und das Thier ſeinen Gang nach Her⸗ zensluſt allein machen laſſen. Allein der Kreislauf ging ſo reißend ſchnell, daß die Furcht vor einem heftigen Fall den Verſuch, abzu⸗ ſteigen, verhinderte. In der Verzweiflung ſeines Herzens ergriff er eins der Ohren des Laſtträgers und klemmte es ſo unbarmherzig, daß das Vieh ſeine Kehle aufſperrte und laut aufbrüllte.
Kaum hörte die ſchöne Flamländerin dieſen gräßlichen Ausruf, als ſie, die vor Furcht ſchon kalt und mit abergläubiſchem Wahn angefüllt war, ſich einbildete, der Teufel ſuche ſie heim und habe die Macht erhalten, ſie für ihre Untreue gegen ihr Ehebette zu be⸗ ſtrafen. Ihr Liebhaber, der ſich nunmehr genöthigt ſah, ſie zu ver⸗ laſſen, ſprang auf, und lief in der heftigſten Erbitterung und Wuth, wieder in ſeiner Hoffnung getäuſcht zu ſeyn, gerade nach dem Ort hin, wo der teufliſche Lärm herſcholl. Als er auf den Eſel ſtieß, gab er ihm und ſeinem Reiter eine ſo volle Ladung Schläge, daß das Thier den Letztern in einem runden Trabe wegtrug und beide den ganzen Weg über eine Uniſono brüllten.
Nachdem Pickle ſolchergeſtalt das Zimmer von dieſer unange⸗


