Teil eines Werkes 
9. Band, Peregrine Pickle : Roman : 2. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Vierundzwanzigſtes Kapitel. Trunnion wird über Gamaliel Pickle's Betragen wüthend. Peregrine'n geht die Ungerechtigkeit ſeiner Mutter ſehr nahe. Er ſchreibt ihr darüber ganz

unumwunden ſeine Meinung. Man ſchickt ihn auf die Univerſität Orford, wo er ſich als einen unternehmenden Kopf auszeichnet.

Unbeſchreiblich waren die Ausbrüche der Wuth, in welche Trun⸗ nion über dieſe ungereimte Entſagung Pickle's gerieth; er zerriß den Brief mit ſeinen Kinnladen(Zähne hatte er nicht mehr) und ſpuckte unter grimmigen Geberden aus, zum Zeichen der Verachtung gegen den Schreiber deſſelben. Er verfluchte ihn nicht nur als einen lau⸗ ſigen, ſchäbigen, krätzigen, heimtückiſchen, tölpeligen Schmutzbart, ſondern beſchloß noch, ihn auf Kraut und Loth, oder auf den Degen herauszufordern. Von dieſer heftigen Maßregel ward er jedoch durch den Lieutenant und Jolter'n abgebracht, die ihn durch die Vorſtellung beſchwichtigten, daß dieſe Botſchaft nur ein Beweis von der Schwäche des armen Mannes ſey, und daß er deßhalb mehr Mitleid als Strafe verdiene.

So leiteten ſie den Strom ſeines Unwillens gegen Gamaliels Frau, auf die er dann nach Herzensluſt ſchimpfte. Auch Peregrine ſelbſt konnte dieſe ſchmachvolle Erklärung nicht mit Geduld ertragen. Kaum hatte Hatchway ihn hievon völlig unterrichtet, als er eben ſo beſtürzt als erbittert auf ſein Zimmer eilte, und in der erſten Hitze folgende Epiſtel abfaßte, die er ſofort abſchickte:

Madame!

Wenn die Natur einen Popanz aus mir gemacht, und mir eine eben ſo laſterhafte Seele eingehaucht hätte, als ſcheußlich mein Körper dann ſeyn würde, ſo möchte ich mich vielleicht beſonderer Beweiſe Ihrer Gewogenheit und Ihres Beifalls zu erfreuen haben. Denn Sie verfolgen mich, wie ich ſehe, aus keinem andern Grunde mit ſo