Teil eines Werkes 
8. Band, Peregrine Pickle : Roman : 1. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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winnen ſchien. Voll der unangenehmſten Erwartung ſtand er, an einen Poſten angeſchnallt, und warf manchen wehevollen Blick über ſeine Schultern, indeß daß Pips fort war, um einen Willkommen zu holen. Noch hoffte der Einnehmer durch des Lieutenants Ver⸗ wendung befreit zu werden, aber wer ſich nicht ſehen ließ, war Jack Hatchway. Tom kam mit dem Strafwerkzeug zurück, entkleidete den Delinquenten in einem Augenblick, und wisperte ihm zu:„Es thäte ihm herzlich leid, daß er das Amt über ſich nehmen müſſe; allein ſo lieb ihm ſein Leben wäre, müſſe er ſeines Herrn Willen voll⸗ ziehen.“ Und nun ſchwenkte er die Geißel über deſſen Kopf und machte mit bewunderungswürdiger Behendigkeit auf des Beleidigers Rücken und Schultern ſo ſchmerzhafte Experimente, daß der beſtürzte Viſirer, zum unendlichen Vergnügen der Zuſchauer, mit den Füßen abſonderliche Triller tanzte und vor Schmerz gräßlich brüllte. End⸗ lich, nachdem er vom Nacken bis zu den Hüften gar jämmerlich zerfleiſcht war, ſprach Hatchway, der ſich bis daher abſichtlich zurück⸗ gezogen hatte, für ihn, und vermochte den Commodore, den Folter⸗ knecht abzurufen und zu befehlen, daß der Delinquent auf freien Fuß geſtellt würde.

Beinahe toll über dieſe für ihn ſo unglücklich abgelaufene Ka⸗ taſtrophe drohte der Aceiseinnehmer, ſich durch ein aufrichtiges Ge⸗ ſtändniß des ganzen Handels an denen zu rächen, die ihn dazu gebraucht hatten. Allein der Lieutenant bedeutete ihm, daß er da⸗ durch ſich ſelbſt, als einen Betrüger und Schriftverfälſcher, den Gerichten in die Hände ſpielte. Dieß bewog ihn denn, ſeinen Schaden und Spott ruhig zu tragen, und er ſchlich ſich aus dem Caſtell, unter einer ganzen Ladung von Flüchen, die der in ſeiner Ruhe geſtörte und in ſeiner Erwartung getäuſchte Commodore ihm in äußerſter Wuth nachſandte.