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vorlag, ohne die geringſte Rückſicht auf ihre unglücklichen Reiter zu nehmen.
Der Lieutenant, deſſen Gaul dem des Commodore zuvorgekom⸗ men war, hielt es für ſehr thöricht und vermeſſen, mit ſeinem hölzernen Beine länger ſattelfeſt bleiben zu wollen, ergriff daher weislich die Gelegenheit, ſich in ein dichtes Kleefeld hinabzuwerfen, durch welches der Weg ſeines Thiers ging. Behaglich blieb er hier im Grünen liegen, und als er ſeinen Kapitän in vollem Galopp anſprengen ſah, ſo rief er ihm zu:„Wie ſteht's? He?“ Der Commodore, der in unbeſchreiblichen Aengſten war, ſchielte ihn im Vorbeiſauſen von der Seite an, und verſetzte ſtotternd:„Hol Euch der Teufel! Ihr liegt ja da ganz wohlbehalten vor Anker. Wollte Gott, ich hätte eben ſo feſten Grund.“ Doch, eingedenk ſeiner untauglichen Ferſe, wollte er das Erperiment nicht wagen, das ſeinem Lieutenant ſo wohl geglückt war. Dennoch hielt er ſich nach Möglichkeit ſo lange im Sattel feſt, bis ſich die Vorſehung in's Mittel ſchlagen würde. Demzufolge ließ er die Peitſche fallen und klammerte ſich mit der rechten Hand feſt an den Sattelknopf. Um ſich im Sattel zu er⸗ halten, ſpannte er alle ſeine Muskeln an, wozu er fürchterliche Ge⸗ ſichter ſchnitt.
In dieſer Stellung ward er noch ein weites Stück Weges fort⸗ geſprengt, als plötzlich ein Gartenthor, das er vor ſich erblickte, ſeinen Muth erneuerte. Hier zweifelte er nicht, würde der Lauf ſeines Pferdes ſich nothwendigerweiſe enden müſſen. Aber, leider hatte er die Rechnung ohne den Wirth gemacht. Weit entfernt, ſich durch das Hinderniß aufhalten zu laſſen, ſetzte der Gaul mit bewunderungswürdiger Behendigkeit darüber weg. Das Erſtaunen und die Verwirrung ſeines Beſitzers war gränzenlos. Bei dieſem Sprunge verlor er Hut und Perücke, und fing nun an, im Ernſte zu glauben, daß er dem Teufel auf dem Rücken ſäße. Er empfahl Gott ſeine Seele; Ueberlegung, Geſicht und alle ſeine Sinne ſchwanden ihm. Darauf ließ er den Zügel fallen und hielt ſich aus Inſtinkt an den


