Teil eines Werkes 
8. Band, Peregrine Pickle : Roman : 1. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
Einzelbild herunterladen

50

haben, weil es voller Marimen iſt, die viel wirkſamer ſind als die

Beredſamkeit des Tullius und Demoſthenes, wenn ſie ſelbſt durch wahre Beweisgründe unterſtützt wird. Außerdem ward Maſter Hatchway's Treue gegen ſeine neue Bundesgenoſſin auch dadurch befeſtigt, daß er in ſeines Kapitäns Verheirathung unendlichen Stoff zur Befriedigung ſeiner menſchenfeindlichen Stimmung fand.

So belehrt und unterrichtet unterdrückte er für die Zukunft ſeinen giftigen Spott gegen den Eheſtand; und da er nicht im Stande war, irgend Jemanden wirkliches Lob zu ertheilen, ſo ergriff er jede Gelegenheit, Miſtriß Grizzle namentlich von den Kritiken auszunehmen, die er über den übrigen Theil dieſes Geſchlechts in reichem Maße ergehen ließ.„Sie iſt keine Saufſchweſter,“ ſagte er, „wie Nan Caſtik von Deptford, keine alberne Gans wie Peg Simper von Wolwich, keine ſolche Vettel wie Cate Coddle von Chatam und kein Brummeiſen wie Nell Griffin auf der Spitze von Portsmouth (lauter Damen, denen ſie zu verſchiedenen Zeiten die Cvur gemacht hatten), ſondern ein nettes, aufgeräumtes Mädel, die ihren Compaß vortrefflich verſteht, oben gut getakelt und unten wohl beplankt iſt, auch eine ſtattliche Ladung im Kielraum hat. Anfänglich hielt der Commodore dieſe Lobeserhebungen für Ironie; da er jedoch dieſelben ſo oft wiederholen hörte, ſo erſtaunte er über die auffallende Ver⸗ änderung des Lieutenants. Nach langem Nachdenken ſchlöß er end⸗ lich, Hatchway hege ſelbſt Heirathsgedanken und eine Abſicht auf Miſtriß Grizzle. Dieſe Muthmaßung behagte ihm, und nun kam er an die Reihe, Jak aufzuziehen. Eines Abends trank er ihm Grizzle's Geſundheit zu. Dieſen Umſtand erfuhr Letztere den fol⸗ genden Tag durch den gewöhnlichen Kanal wieder, und da ſie das als eine Aeußerung ſeiner eigenen Zärtlichkeit für ſie auslegte, ſo wünſchte ſie ſich zu ihrem Siege Glück. Jetzt hielt ſie die bisher gefliſſentlich beobachtete Zurückhaltung für unnöthig, und ſie beſchloß von dem Tage an, ihrem Benehmen gegen ihn einen ſo liebevollen

Anſtrich zu geben, daß er ſich unfehlbar überzeugen müßte: er