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ſchäften zurück, deßgleichen auch die Summen, welche er bei der Bank und der voſtindiſchen Compagnie untergebracht hatte, und wandte ſich nach einem Landhaus, welches ſein Vater an der Seite des Meeresufers hatte bauen laſſen, um ein gewiſſes Gewerbe deſto bequemer betreiben zu können, mit welchem er ſich damals eifrig beſchäftigte(den Schleichhandel).
Hier alſo faßte Maſter Pickle im ſechs und dreißigſten Jahre ſeines Alters Poſto für ſein ganzes künftiges Leben. Und obwohl der Schmerz, den er bei dem Abſchied von ſeinen bisherigen Geſell⸗ ſchaftern und Freunden empfand, eben nicht ſo heftig war, daß ſeine Geſundheit dabei gelitten hätte, ſo konnte es doch nicht fehlen, daß er bei ſeinem Antritt einer neuen Lebensbahn, deren Scenen ihm völlig fremd entgegentraten, in einige Verlegenheit geſetzt wurde. Nicht, daß es ihm etwa auf dem Lande an Umgang gefehlt hätte; denn es gab dort eine Menge Leute, welche ſich aus Rück⸗ ſicht auf ſein Vermögen um ſeine Freundſchaft bewarben und von Gaſtfreundſchaft gegen ihn überfloßen; aber eben die Mühe, dieſe Höflichkeiten anzunehmen und zu erwiedern, verurſachte einem Manne ſeines Schlages die nnerträglichſte Beſchwerde. Er überließ daher die Sorge für das Ceremoniel ſeiner Schweſter, welche einen Genuß darin fand, in Formalitäten zu ſchwelgen; während er in der Nachbarſchaft ein Wirthshaus entdeckt hatte, wohin er jeden Abend ging, um ſich an einer Pfeife Taback und an einer Flaſche Bier zu erlaben, da ihm das ganze Betragen und Weſen des Wirthes ſehr behagte, deſſen mittheilſames Temperament ſeiner eigenen Schweigſamkeit ſehr convenirte. Denn er vermied jedes überflüſſige Wort eben ſo ſehr als eine unnütze Ausgabe.


