Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Alles, deſſen ſie ſich bewußt war; ein kalter Schmerz tag auf ihrem jungen Herzen, als ob Hoffnung plötzlich 1 und wohl fuͤr immer es verlaſſen habe. Da hoͤrte ſie Stimmen von außen und naͤher kom⸗ mende Schritte und ſich zu ihrer ganzen Hoͤhe aufrich⸗ tend, ging ſie Alice und Heinrich Mansfeld mit einem Antlitz entgegen, aus dem jede Bewegung gaͤnzlich ver⸗ bannt war; dennoch fühlte ſie ſich nicht wohl in der Gegenwart anderer Menſchen, und wenn auch unter dieſen ihre Schweſter war, ſie zog ſich, ihren dunkelen, freudloſen Gedanken nachhaͤngend, in ſich ſelbſt zuruͤck. Mit Alicen und Mansfeld am Ufer des Fluſſes hinwandernd, hatten ſie ſich endlich auf einem einladen⸗ den Raſenfleck niedergelaſſen, und ſchauten ſinnend und ſchweigend auf die Ruhe und Schoͤnheit der Natur, die ſie umgab, und wohl eigenthuͤmlich war der Anblick, dieſe beiden Schweſtern in all ihrer Lieblichkeit neben einander ſizen zu ſehen, waͤhrend Beide ſich umſonſt bemuͤhten, das ſtille Band der Geſchwiſterliebe wieder ſo feſt und unzerreißbar zu knuͤpfen, als es fruͤher geweſen war, ehe 7 es auf ſo ſchreckliche, grauſame Art zerriſſen wurde. Alicens Antlitz war blgß, aber ruhig, in ſtiller, trauriger Schwermuth, und eine Thraͤne zitterte an den