Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 155—

ſchwebte in langſamen weiten Kreiſen in der blauen Luft.—

General Harriſon legte ſeine Pfeife nieder, und Te⸗ cumſeh nahm eine aufmerkſame Stellung an.

„Bruder! wir haben Deine Rede geſtern mit tiefem Kummer vernommen, denn wir glaubten die Englaͤnder haͤtten Dich beſtochen, weil Du der Feind unſeres gro⸗ ßen Vaters, des Praſidenten, in Washington gewvorden waͤreſt.

„Bruder, man hat uns geſagt, daß der Krieg ver⸗ kuͤndende Wampum an die Staͤmme geſandt waͤre, und daß Ihr blos das Vorruͤcken der Englaͤnder abwartetet, um mit all Eurem Volke uͤber uns herzufallen, unſere Weiber zu tödten, und unſere Haͤuſer niederzubrennen. Tecumſeh iſt ein großer Häuptling, aber er verſucht Rauch in die Augen ſeiner weißen Bruͤder zu blaſen. Er redet von Frieden, während er auf Krieg ſinnt. Er redet von einer Vereinigung der Stämme, waͤhrend er Plaͤne macht, gegen unſeren großen Vater in Washing⸗ ton zu ziehen, und deſſen Feinde zu unterſtutzen.“

Tecumſeh antwortete ruhig, doch glühte ein wildes Feuer in ſeinen Augen, und ſeine Lippe war emporge⸗ worfen.