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nen Sie mir nicht rathen; das ſtimmt nicht mit den Grundſätzen überein, welche Sie mich in mei⸗ ner Kindheit gelehrt haben.“ „Ich begreife Ihre Einwürfe, die ich unter an⸗ dern Umſtänden billigen würde,“ antwortete der Prieſter.„Die Schule des Lebens iſt hart und behagt dem argloſen, aufrichtigen Gemüthe nicht; es gibt zu viele Irrwege, auf die man gerathen kann; dieſe müſſen von denjenigen erkannt werden, welche gegen Fallſtrice und Gewaltthätigkeiten kämpfen wollen.“ 5„Ich möchte meinem Feinde, Angeſicht gegen
Angeſicht, entgegentreten,“ rief der Jüngling mit männlichem Vertrauen—„ihm ſein ſchmachvolles Benehmen vorwerfen und das Schwert zwiſchen uns entſcheiden laſſen.“
„Und, indem Sie dieß thun, deſſen Furcht ge⸗ gen Ihres Vaters Leben waffnen,“ bemerkte der alte Mann.
Unſer Held ſchauderte bei dieſer Vorausſetzung.
„Auch vergeſſen Sie, daß unter Ihren Feinden ſich eine Frau befindet,“ fuhr der Pater fort. „Nein, Redmond, nein; Sie müſſen mit Vorſicht zu Werke gehen— der Schlauheit Geduld entge⸗ genſetzen, ſonſt ſchlägt das Unternehmen fehl, in das Sie ſich einzulaſſen beabſichtigen.“
„Ich vermag Ihnen gar nicht zu beſchreiben, wie groß mein Widerwille gegen den Plan iſt, den Sie mir vorgeſchlagen haben,“ ſagte der junge Mann nachdenklich,„und doch muß ich deſſen Nothwendigkeit zugeben.“
„Sie willigen alſo ein?“


