Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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mich mit ihm darüber nicht herumſtreiten, ſetzte Redmond hinzu,und ſo verließ ich ihn.

Wann wollen Sie denn abreiſen? fragte die blinde Frau.

In zwei Tagen, antwortete der junge Erbe, vorausgeſetzt, daß Sie Phelim ſo bald entbehren können. Iſt dieß nicht der Fall, ſo kann ich auch noch warten.

Katty beeilte ſich, ihn zu verſichern, daß der Abreiſe ihres Sohnes nichts im Wege ſtehe, der überhaupt mehr ein Hinderniß als eine Hilfe für ſie ſei; ſo viel lag ihr daran, unſern Helden und Ellen möglichſt bald zu trennen.

Ho! Mutter! Ho! rief Phelim gutmüthig; ich bin doch kein ſo arger Müßiggänger; Du bringſt Redmond eine ſchlimme Meinung von mir bei.

Ein Lächeln ſeines Milchbruders verſicherte ihn, daß dieß ſelbſt dem Einfluß Katty's über ihn nicht gelingen würde.

Nur noch zwei Tage, dachte dieſe. Wenn ich die jungen Leute nur von einander fern halten und es verhindern kann, daß Liebesworte zwiſchen ihnen gewechſelt werden, ſo mögen ſie den Traum ihrer Linbhel leicht vergeſſen.

Es war dieß ein uneigennütziger Gedanke ſo uneigennützig wie das Herz derjenigen, die ihn hegte. Manche Mutter in ihrer Lage würde die Ausſicht einer Vermählung zwiſchen ihrer Tochter und dem jungen Erben von Murlough mit Freude und Stolz ergriffen haben. Die treue Katty dachte aber nicht ſo. Sie betrachtete ein Ereigniß dieſer Art als das größte Unglück, das ihrem

Smith, Sein u. Schein. II.