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begrenzten Verhältniſſe, in denen ſie lebten, ihnen Zutritt geſtatteten. So wurde auf der Jagd in den Bergen, beim Schifffahren auf dem See oder beim Pferderennen„Redmond⸗ und„Phelim“— ſie bezeichneten ſich nie mit einem andern Namen — ſtets beiſammen geſehen.
Obgleich ſrtwaheenb durch Herz und Geiſt vereinigt, konnten zwei junge Männer nicht leicht in Perſon ſich weniger ähnlich ſein, als die Milch⸗ brüder. Redmond glich ſeinem unglücklichen Va⸗ ter. Von Geſtalt war er ſchlank und geſchmeidig. Sein Geſicht war oval, dunkel und zart geformt, wie das der Kinder des Südens.
Phelim's Geſtalt dagegen war von ächtem cel⸗ tiſchem Schlag. Stämmig ohne Schwerfälligkeit und wohl gebaut, betrat ſelten ein leichterer Fuß die Berge oder theilte ein kräftigerer Arm die Wel⸗ len in der Bay von Galway. In ſeinem Geſicht lag aber unverkennbar der Typus ſeiner Abſtam⸗ mung. Ein dichtes, leichtgelocktes Haar verbarg theilweiſe die offene Stirne des jungen Bauern, deſſen blaue Augen in der Fülle der Geſundheit und Heiterkeit ſtrahlten; denn Sorge oder Kum⸗ mer hatte ſie noch wenig er in dieſel⸗ ben blickte, ob Frau oder Kind, fühlte ſogleich Ver⸗ tr
auen. Ein Bſohn würde viele innerlich ver⸗ borgene Entſchloſſenheit in dem Ausdrucke des Mundes ſowohl, als in dem maſſiven Unterkiefer gefunden haben, ein Zug, welchen die Bewohner Schottlands, wie Irlands, gleichmäßig theilen. Katty hatte es zu verhindern gewußt, daß die


