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welche ihr heimathliches Haus und Vaterland ver⸗ ließ, um Ihnen in ein fremdes Land zu folgen, habe ihr eheliches Gelübde gebrochen, wenn Sie auch nicht Einen Beweis dafür vorbringen können — würde dieß glauben, auf Ihre bloße Behaup⸗ tung hin? Dieß iſt gar nicht denkbar.“
„Ich kümmere mich nichts um die Welt,“ ant⸗ wortete der junge Krieger ſtolz.„Ich beſitze einen Degen, um damit auf deren Anklagen zu ant⸗
„Eine Drohung!“
„Nicht gegen Sie, Vater,“ beeilte ſich Redmond O Neil hinzuzuſetzen;„nicht gegen Sie, den einzi⸗ gen Menſchen, der mich liebt; aber ſelbſt Ihr hei⸗ liges Amt gab Ihnen kein Recht, mich zu quälen.“
„Ich ſprach nicht mit der Stimme prieſterlichen Anſehens,“ antwortete der alte Mann mild;„ſon⸗ dern mit der der Liebe. Das iſt mein Anſpruch, meine Bitte.“
„Dann muß ich darauf antworten,“ erwiderte ſein ehemaliger Zögling mit einem Seufzer,„wenn auch mein Herz darüber noch ſo heftig blutet und Wahnſinn mein Gehirn bedroht. Einen Augenblick, nur einen Angenblick gönnen Sie mir, mich zu ſammeln und Sie ſollen Alles hören.
„Sie wiſſen, wie ich Ellen liebte, Vater; aber Worte vermögen nicht, das unausſprechliche Gefühl zu ſchildern, das mein Herz erfüllte, als ich erfuhr, daß ſie Mutter werden ſollte. Wie viele Plane entwarf ich für eine glückliche Zukunft, und wie malte ich mir das Leben aus, das nur ihrem Wohl gewidmet ſein ſollte— Geduld, ich komme zur Sache.


