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und außer Stande, die Blicke zu ertragen, die auf ihn gerichtet waren, ſtürzte er in die Gallerie, wo eine Abtheilung ſeines Regiments die Wache hatte.
„Die Sache ſoll unterſucht werden,“ ſagte Seine Majeſtät.„Nehmen Sie dafür Unſer königliches Wort. Ich entſinne mich: Die ſchöne Irländerin — ſie war wunderſchön! Wo iſt ſie nun?“
Da wo ſie ihres Gatten Grauſamkeit oder die Ungerechtigkeit der Welt nicht mehr zu fürchten hat,“ erwiderte ihre Tante in Thränen ausbrechend, „dort wo auch wir ihr eines Tages nachfolgen müſſen.“
Ludwig XV. runzelte die Stirne. Wie ſein Vorgänger hatte er eine kindiſche Furcht vor dem Tode und liebte es nicht, wenn in ſeiner Gegen⸗ wart davon geſprochen wurde.
„Armes Geſchöpf!“ murmelte er.„Armes Geſchöpf! So jung!“
„Und ſo unſchuldig, Sire,“ ſetzte Miß Mac⸗ namara hinzu.
„Ganz gewiß! Ganz gewiß!“ wiederholte der König nachſinnend;„es wird ſich ſo heraus⸗ ſtellen. Wie kommt es aber,“ fügte er hinzu,„daß Unſere Tochter Louiſe ihren Zufluchtsort verlaſſen hat, um Sie vorzuſtellen?“
„Meine theuerſte Freundin, Frau von Beaufre⸗ mont, Sire, hätte mich Eurer Majeſtät vorgeſtellt,“ erwiderte Miß Macnamara, welche die Anweſen⸗ heit der Prinzeſſin noch nicht bemerkt hatte,„wenn nicht die Marſchallin d Aubigny auf ihrem Schloſſe in der Picardy im Sterben läge.“


