Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Stehen Sie auf, Fräulein, ſprach er mit der ihm eigenen ſanften Silberſtimme.Wir ſind ſehr glücklich, die Dienſte Ihres Vaters dadurch anzuer⸗ kennen, daß wir Sie in Verſailles empfangen.

Man ſetze an die Stelle von Verſailles die Tui⸗ lerien, und es ſind genau die Worte, welche Lud⸗ wig XVIII. gegen den Sohn eines engliſchen Edel⸗ manns gebrauchte, der ihm während ſeiner langen Verbannung Hartwell als Wohnſitz abgetreten hatte.

Wahrſcheinlich hielt er die Ehre für genügend, daß es ihm vergönnt geweſen, einen Bourbon be⸗ herbergt zu haben.

Ich komme als Bittſtellerin um Gerechtigkeit, Sire, erwiderte die Lady.Ich wurde gekränkt, tiefgekränkt in der Ehre meines Hauſes durch den Gatten meiner Nichte, der Offizier in Eurer Maje⸗ ſtät Dienſt iſt.

Der König wünſchte ſich im Stillen Glück, daß es ſich um nichts Schlimmeres handle. Das Be⸗ nehmen der Madame Du Barry hatte ihn befürchten laſſen, daß ſie in die Sache verwickelt ſei.

Wie heißt der Edelmann? fragte er.

Redmond O Neil, erwiderte Miß Macna⸗ mara feſt,den ich anklage, zuerſt ſchmählich ſeine junge Frau durch eine Bezüchtigung verläumdet zu haben, die zu widernatürlich iſt, als daß man ſie glauben könnte; ſodann, daß er ihr und dem Kinde, das ſie geboren, nach dem Leben getrachtet hat.

Beim Nennen dieſes Namens ſtieß Ellens Gatte, der wenige Minuten zuvor in das Vorſtellungsge⸗ mach eingetreten war, einen ſchmerzlichen Seufzer aus. Seine Schande war veröffentlicht worden,