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hat die Prinzeſſin nicht allen Einfluß in Verſail⸗ les verloren; im Gegentheile dadurch gewonnen⸗ Sie iſt die einzige unter ſeinen Töchtern, welche Ludwig mit Liehe und Achtung behandelt. Das Kloſter der Carmeliterinnen iſt nur wenige Schritte von dieſem Hötel entfernt.
In früher Stunde am folgenden Morgen wurde ein Billet abgeſchickt, in welchem die Ehrenwerthe Miß Tabitha Macnamara, Tochter des verſtorbe⸗ nen Lords Murlough, um die Ehre nachſuchte, ihre ehrfurchtsvolle Huldigung Ihrer königlichen
Hoheit, der Madame Louiſe von Frankreich dar⸗
Kieh zu dürfen. Noch im Laufe deſſelben Tages traf eine gün⸗ ſtige Antwort, unterzeichnet„Schweſter Louiſe,“
ein.
Obgleich der Religion gewidmet, hatte die Car⸗ meliterin doch nicht alles Intereſſe für die Welt verloren, ſondern pflegte viele ihrer früheren Freundinnen zu empfangen, die ſie von allen Hof⸗ angelegenheiten unterrichteten. Mit dieſer Aus⸗ nahme, und daß ſie eine Reihe Gemächer, die aus⸗ ſchließlich ihr gehörten, bewohnte, hatte ſie ſich ganz dem einſamen Leben der frommen Genoſſen⸗ ſchaft unterworfen.
Louiſe von Frankreich war die einzige ſeiner Töchter, welche Ludwig XV. glich, und in⸗ ihren jüngern Tagen mußte ſie außerordentlich ſchön geweſen ſein. Selbſt angenommen, daß das Por⸗ trait, welches noch in der Gallerie von Verſailles zu ſehen iſt, etwas geſchmeichelt iſt.
Beim Eintritt in die Zelle, welche ſehr ein⸗


