Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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trotz der Belohnung, die auf ſeine Fhenen ausgeſetzt war; er vermählte ſich mit ihr oſſenilich man hätte eine Armee aufbieten müſſen, wenn man ihn in Galway hätte feſtnehmen wollen und kehrte unmittelbar nach ſeiner Verheirathung mit ſeiner jungen Frau nach Frankreich zurück.

Dieß war ein harter Schlag für die Ehrenwerthe Miß Macnamara, die der Verbindung ſehr entge⸗ en war und deshalb ſich hütete, durch ihre Anwe⸗ ſenheit ihre Billigung zu erkennen zu geben; aber die Betrübniß der Tante war Sonnenſchein im Vergleich mit dem tiefen Leid Katty's, der Milch⸗ ſchweſter Ellens, die ſich von dieſer nie zuvor auch nur auf einen einzigen Tag getrennt hatte. Phe⸗ lim Caſſiday, der junge Mann, mit dem ſie das Silberſtück gebrochen*) und dem ſie Treue gelobt, hatte, wie ſie zu ſagen pflegte noch viele Wochen hernach ſchlimme Zeiten. Aber Phelim war nicht das einzige Hinderniß, welches Katty abhielt, ihre junge Herrin nach Frankreich zu begleiten; ſie hatte eine blinde Mutter, Ellens Amme, die ſie zärtlich liebte, und ſo willigte ſie endlich ein, zurückzubleiben und heirathete ſchließlich den geduldigen und aus⸗ dauernden Phelim.

Mehr als ein S lang ſprach ſich in den Brie⸗ fen von Nedmonds Gattin Glück und Zufriedenheit

aus. Endlich langte aber einer an, welcher der

treuen Katty faſt das Herz brach. In jeder Linie drückte ſich Elend, hoffnungsloſes Elend aus, ob⸗ gleich keine Cinzeinheien darin mitgetheilt wurden.

*) Irländiſcher Verlobungsgebrauch.