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förmig geſchnitten, dunkel veilchenblau und von langen Wimpern eingefaßt, aus welchen zuweilen Munterkeit oder wohl auch die heftige Leiden⸗ ſchaftlichkeit des Südens blitzte. Während Kate — oder Katty, wie man ſie gewöhnlich nannte— ſo daſtand, den Blick feſt auf das jetzt raſch der Küſte zueilende Boot gerichtet, hätte ſie füglich als Modell für einen Bildhauer oder Maler die⸗ nen können.
„Spion oder nicht Spion,“ ſagte Kerl,„ſie iſt ein Weib und das genügt.“
Es war das erſte Mal, daß der Schleichhänd⸗ ler Katty ohne den weiten Tuchſhawl ſah, den ſie gewöhnlich trug und, gleich einem Plaid, über den Kopf zog, um den obern Theil ihres Geſichts da⸗ mit zu verhüllen.
n dem unverkennbaren Eifer, mit welchem ſie die Bewegungen der elenden Barke verfolgte, war das Tuch, ohne daß ſie es bemerkte, auf den Sand⸗ boden gefallen.
Mehrere Seeleute kamen jetzt aus dem Del⸗ phin herbeigelaufen und ſammelten ſich in Grup⸗ pen am Strande.
In dem Augenblicke, in welchem das kleine Fahrzeug aufüeß eilte Katty mit dem wilden Schrei eines Strandpfeifers, der plötzlich aus ſei⸗ nem Neſte aufgeſchreckt wurde, durch die Bran⸗ dung. Sie hakte offenbar die weibliche Geſtalt, welche auf dem Verdecke ſtand, erkannt. Mit ei⸗ ner Kraftbewegung, welche die Matroſen in Er⸗ ſtaunen ſetzte, war ſie an dem Schiffe in faſt eben ſo kurzer Zeit hinaufgeſtiegen, als wir zur Be⸗


