„Verſchont mich,“ fuhr er fort,„und ich will euch nach ſeinem Verſteck führen und an Händen und Füßen gebunden ihn euch ausliefern. Ich bin arm, und der Schurke verlockte mich durch ſein verfluchtes Gold. Ich verlange nichts weiter, als dasLeben; laßt mir das Leben, wenn auch in einem Gefängniß. Ich bin noch nicht vorbereitet, zu ſterben— ich wage nicht zu ſterben!“
Die Häuptlinge traten in kurze Berathung zu⸗ ſammen. Dieſe Zeit dehnte ſich für den Gefangenen zur Ewigkeit aus; dicke Schweißtropfen träufelten von ſeiner runzligen Stirn; denn von dem Erfolge dieſer Berathung hing der Reſt ſeines elenden Lebens ab.
„Mir wäre es lieber, des Kopfs, als der Hand habhaft zu werden,“ bemerkte Hinton.„Alick Camp⸗ bell iſt ein Feind, den ich gern aus der Laufbahn des Prinzen entfernt ſehen möchte, denn die Schlange kann von ihm noch mehr Liſt, der Tiger noch mehr Blutgier lernen.“
Die Uebrigen waren derſelben Anſicht, und der Befehl zur Hinrichtung wurde vorläufig zurückge⸗ nommen.
„Sie ſagen, Sie wollen uns nach dem Orte führen, wo wir Alick Campbell treffen können,“ be⸗ merkte Leslie,„wenn man Ihnen Ihr elendes Leben ſchenkt?“
„Ja, ja!“ erwiderte der alte Mann haſtig.„Ich weiß, wo er zu finden iſt.“
„Iſt er hier in der Nachbarſchaft?“
„In den Bergen, ungefähr acht Meilen von hier.“
„Wie heißt der Ort?“


