Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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rufen des ritterlichen Gefühls der Treue, das den Häuptling der Camerons auszeichnete, in Lochiels Benehmen zu Wege gebracht hatte; dieſen Eindruck, den er hervorgebracht, beſchloß nun der junge Ver⸗ bannte wo möglich noch zu verſtärken.

„Lochiel!“ rief er, mit Herzlichkeit deſſen Hand ergreifend, indem Thränen ihm in die Augen traten, „ich kenne Sie nun ganz— Sie ſind die Treue und Ehre ſelbſt; wir werden ſiegen, wir müſſen ſiegen oder der Himmel kennt keine Gerechtigkeit mehr.“

„Euere Hoheit,“ ſprach der Hochländer mit einer Heiterkeit, welche zeigte, daß Furcht an ſeinem Zögern durchaus keinen Antheil gehabt habe,„müſſen nach Borodale zurückkehren, während ich eiligſt meinen Clan zuſammenrufen werde; ich werde Sie zu Ihrer Sicherheit mit einer genügenden Begleitung verſehen. Das Zeichen ſoll gegeben werden— die Verge ſollen ihre kräftigen Söhne in die Schlacht für Gott, das alte Schottland und deſſen angeborenen König ſenden.“

In dieſem Augenblick legte die alte Wirthin der Schenke ihre Spindel bei Seite, und inbem ſie ſich in ihrer ganzen langen, hageren Geſtalt aufrichtete, näherte ſie ſich der Stelle, wo Carl ſtand; denn im Eifer ihrer Unterredung war Er und Lochiel von ihren Stühlen aufgeſtanden. Obgleich die Unter⸗ redung zwiſchen Beiden in franzöſiſcher Sprache ſtatt⸗ gefunden, ſo hatte ſie doch den Inhalt und den Aus⸗ gang derſelben errathen.

„Sohn von hundert Königen,“ rief ſie aus,„ich möchte gern mein Knie vor Dir beugen, aber es iſt von Alter ſteif. Geh' furchtlos vorwärts! Geſtern