Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Mit dieſen Worten bedeutete Carl ſeinen Führer, ihm voranzugehen, und ohne einen Blick zurückzu⸗ werfen, folgte er dem Pfade, den dieſer einſchlug.

„Gott ſchütze ihn!“ ſeufzte der Marquis,„er beſitzt ein edles Herz, würdig der Krone, nach der er ſtrebt.“

Der Führer geleitete den königlichen Pilger nach dem bezeichneten Orte des Stelldicheins, welchen wir, als beſonders charakteriſtiſch für die Gegend und die Zeit, etwas umſtändlicher beſchreiben wollen.

Die Schenke von Inniquar war eines jener einſam ſtehenden Häuſer, die dem Reiſenden, der; maleriſche Gegenden aufſucht, oder dem ermüdeten Jäger, der das Rothwild oder das ſcheue Schnee⸗ huhn aufzuſuchen ausgezogen iſt, welche beide in Schottland immer ſeltener werden, ein willkommenes Obdach gewähren. Es wohnte hier eine alte Frau, wohlbekannt in der Gegend unter dem Namen Lanah mit dem zweiten Geſicht, indem ihr der allgemeinen

ſeinung nach, ſei es mit Recht oder Unrecht, jene eigenthümliche Gabe verliehen ſein ſollte, welche, wenn ſie wirklich exiſtirt, für den, der ſie beſitzt, nichts weniger als eine Quelle des Glücks ſein muß. Das alte Weib wurde in ihren Geſchäften durch ein fleißiges, hübſches Mädchen, ihre Enkeltochter und die einzige lebende Verwandte, die ſie auf der Welt beſaß, unterſtützt; ihr Mann und Sohn waren im Kampfe oder in der„Geſchichte“ von 1715, wie man ſich gewöhnlich ausdrückte, gefallen. Obgleich die Lage des Hauſes ſehr einſam war und Lanah keinen andern Beſchützer als das junge Mädchen Janet und einen Jagdhund beſaß, ſo fürchtete ſie