Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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„Sie ſollen mein Führer ſein,“ ſagte der Prinz; „es wäre denn, daß Sie die Klugheit Ihres Häuptlings theilen und dieſen kleinen Dienſt dem Sohne Ihres Monarchen verweigern, in welchem Falle ich ihn dann allein aufſuchen müßte.“

„Allein!“ rief der Marquis aus.

„Allein,“ wiederholte Carl.

„Dieſer Entſchluß—“ bemerkte der Marquis im Tone reſpectvoller Einwendung.

„Iſt des Abkömmlings von hundert Königen würdig,“ unterbrach ihn der Fremde,„und wird Eurer Hoheit mehr Herzen in Schottland gewinnen, als wenn Sie zehntauſend Franzoſen in Ihrem Dienſte mitgebracht hätten. Vertrauen Sie Ihren treuen Hochländern und deren breiten Schwertern. Zeigen Sie ſich— entfalten Sie Ihr Banner und Ein treuer Schotte wenigſtens wird unter deſſen Schatten fechten und in Vertheidigung deſſelben ſterben.“

„Dank, Dank!“ rief der Prinz, herzlich die Hand des Fremden ſchüttelnd.„Ich kenne die Männer, denen ich mich anvertraue. Leben Sie wohl, Marquis! wenn wir uns wieder ſehen, werde ich mein Schick⸗ ſal kennen. Selbſt wenn Lochiel, uneingedenk der Treue ſeines Geſchlechts, von mir abfällt, ſo werde ich doch mein Unternehmen nicht aufgeben, ſo lange Ein braver Schotte Willens iſt, für ſeines Fürſten Rechte und die Unabhängigkeit ſeines Landes zu fechten.“

Vergebens machten die Begleiter des Prinzen Gründe der Klugheit geltend, um ihn von ſeinem Vorhaben abzubringen. Auf alle ihre Einwendungen