manns reichte, hatte ſie dieſe Nachricht nicht ohne Schmerz vernommen.
Ein liebevoller Brief ging den andern Tag an die Waiſen ab, in welchem ſie dieſe aufforderte, ihren Aufenthalt in Arran zu nehmen.
„Zwei Mädchen aus Paris!“ rief Lady Barbara Grahame, die Mutter von drei nicht mehr ganz jungen Töchtern, in einer Abendgeſellſchaft in ihrem Hauſe aus.„Am Ende gar Pabſtiſtinnen.“
„Dieß iſt wohl möglich,“ verſetzte die Gräfin kalt.„Ihre Mutter gehörte wahrſcheinlich dieſer Kirche an.“
„Und was beabſichtigen Sie denn mit ihnen an⸗ zufangen?“ fuhr die ſpeculative Mutter, eine Couſine der reichen Wittwe, fort.„Die Zeiten fangen wie⸗ der an ſchlecht zu werden; glauben Sie nicht, daß darüber ſonderbare Muthmaßungen ſowohl auf dem Lande als in Edinburg laut werden dürften, wenn die Nachbarn erfahren, daß Sie zwei Mädchen des Prinzen Karl in Ihr Haus aufgenommen haben?“
„Mädchen des Prinzen Karl,“ wiederholte die Gräfin, indem ſie eine Priſe Tabak nahm, ein ſicheres Zeichen, daß ſie erzürnt war.„Sie vergeſſen, Bab, daß Sie von den Nichten meines verſtorbenen Ge⸗ mahls ſprechen.“
„Und von Eduard Arran's Töchtern,“ ſetzte ihre Couſine boshaft hinzu, denn ſie war alt genug, um etwas von der Liebe zu wiſſen, welche muthmaßlich zwiſchen dieſem und der Gräfin beſtanden hatte.
„Ein Grund weiter,“ rief Sir Allan Glencairn, ein junger hochländiſcher Baron und Häuptling eines Clans, aus, der vor Kurzem erſt an die Spitze ſeiner


