Teil eines Werkes 
5. Band (1860)
Entstehung
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vereinigt mir wiedergegeben! Mutter! theure Mutter! Gott ſegne Sie für dieſes unerwartete Glück!

Wiedergegeben, wiederholte der Kapitän,durch das Verzeihen des Engels, dem ich ſo ſchweres Un⸗ recht zufügte. Dir, mein Junge, verdanke ich die unverhoffte Verzeihung; Dein edler Muth in ihrer Angelegenheit gewann mir die Verzeihung für mein Verbrechen.

Jetzt iſt mein Glück vollkommen, flüſterte der Sohn, die Wange der Mrs. Brandreth küſſend,voll⸗ kommen, tief, rein und ohne Beimiſchung wie Ihre Güte.

Die Worte, die er vor ſeiner Abreiſe nach Paris geſprochen hatte; der beredte Blick, der vielleicht durch die geheime Fürſprache ihres Herzens unterſtützt worden war denn wer vermag die wunderbare Tiefe zu ergründen, die in der Bruſt eines Weibes wohnt? hatte ſeine Mutter beſtimmt, in eine Verſöhnung mit ihrem reuevollen Gatten zu willigen.

Ein eigenhändig von ihr geſchriebener Brief war ihm durch ſeinen Anwalt zugeſchickt worden. Er enthielt nur die wenigen Worte:

Kehre zurück Alles iſt verziehen Adelaide.

Einige Tage ſpäter trug ſich eine Scene ganz anderer Art, obgleich ebenſo glücklich in ihrem Er⸗ folge, in der Wohnung der Lady Alton Towers zu. Philipps Mutter lag auf dem Todtenbette. Nach⸗ dem der Arzt ſie verſichert hatte, daß ſie nur noch wenige Stunden zu leben habe, ſchickte ſie ihren Sohn ab, um Lady Dalville an ihr Verſprechen zu erinnern.