Teil eines Werkes 
5. Band (1860)
Entstehung
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Jetzt, erwiderte die Kranke mit einem Ernſt, den man ſonſt nicht an ihr kannte,jetzt! Die Me⸗ dicin mag bitter ſchmecken, aber ſie wird mir gut bekommen.

Auf dieſe Weiſe gedrängt, zögerte ihr Sohn nicht länger. So ſchonend er aber auch ſeine Leiden in der Schule berührte, aus welcher er und Oliver Brandreth mit einander entlaufen waren, ſo enthielt doch jedes Wort einen Vorwurf für die von ihrem Gewiſſen geplagte Lady Alton Towers, indem ihr dabei die Härte einfiel, mit welcher ſie ihr Herz ge⸗ gen ſeine Bitten verſchloſſen hatte. Seine Flucht aus Richmond und die edelmüthige Rolle, welche Milly dabei geſpielt hatte, erfuhr ſie bei dieſer Veranlaſſung zum Erſtenmale.

Trotz des Gefühls der Dankbarkeit, das ſich ihr unwillkürlich aufdrängte, wäre es ihr doch lieber ge⸗ weſen, wenn ihr Sohn ſeine Rettung irgend jemand Anderem verdankt hätte.

Dieß iſt aber nicht die einzige Schuld, die ich gegen Milly abzutragen habe, rief Philipp;als

ady Dalville pflegte ſie mich auf meinem Kranken⸗ bett in Neapel, wachte ſie bei mir und ſuchte meine Schmerzen zu lindern, wie

Eine Mutter, ſeufzte die Lady.

Wie eine Schweſter vielmehr, verſetzte der junge Mann.Wie ſanft man auch gepflegt werden mag, wie groß auch der dabei an den Tag gelegte An⸗ theil iſt, ſo gibt es doch keine Hand, die das Schmer⸗ zenskiſſen ſo ſanft zurechtzulegen weiß, keine Stimme, die ſo wohlthuend klingt, als die mütterliche, wenn ſie Worte der Hoffnung und des Froſtes zuflüſtert.