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„Nein, nein! ſie würde Dich bemitleiden, Georg, — Dich bemitleiden.“
„Ich ſage Dir, ſie würde mich haſſen,“ wieder⸗ holte der Kapitän bitter,„ſie hat ſich bereits gegen mich verändert. Bei meiner Ankunft bemühte ſie ſich, freundlich mich anzublicken und liebreich mit mir zu ſprechen; aber ich bemerkte wohl, welche Anſtrengung ſie dieß koſtete. Sie ſchauderte bei meiner Umar⸗ mung wie vor einem Kuſſe Kains. Dieſer erſchlug nur ſeinen Bruder!“ ſetzte er, von ſeinen Gewiſſens⸗ biſſen übermannt, hinzu;„ich aber— noch grauſamer und unnatürlicher als dieſer— opferte meinen Sohn! Haſt Du nie von Orakelſprüchen und Zeichen in alten Zeiten gehört, durch welche die Menſchen vor böſen Thaten gewarnt wurden;— dieß muß nur eine Fabel geweſen ſein, ſonſt würde der Himmel gewiß aus Mitleid irgend ein Zeichen geſchickt ha⸗ ben, wodurch ein Vater abgehalten worden wäre, ſein einziges Kind zu morden!“
„„Zu morden!“ wiederholte Mrs. Dalton zag⸗ aft.
„Die Welt wird es zwar nicht ſo nennen,“ rief der Kapitän heftig,„dieſe hat dafür mildere Be⸗ zeichnungen— Zufall! unglückliches Ereigniß!— Zuſammentreffen von Umſtänden!— womit der ſchlich⸗ ten Wahrheit ein lügneriſcher Anſtrich gegeben wird. Ich weiß aber, daß ich ihn ermordet habe, und auch er weiß dieß. Seine letzten Worte, als er ins Meer ſprang und mir zurief, daß ich von jetzt an ein kin⸗ derloſer Mann ſei, tönen fortwährend in meinen Ohren;— ich höre ſie im Schlafe bei Nacht; die Winde wehten ſie mir auf dem Verdeck meines
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