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„Auf welche Weiſe habe ich dann Eure Excellenz hintergangen?“
„Indem Sie mir den Grund— den wahren Grund Ihres Benehmens verheimlichten. Sie woll⸗ ten mich übervortheilen!
„Signore!“
„Pah!“ unterbrach ihn der Italiener in ſorg⸗ loſem Tone,„es iſt zu ſpät, jetzt den Mann von Ehre zu ſpielen. Warum geſtanden Sie mir denn nicht ein, daß Ihr Gefangener Ihr Stiefſohn ſei?“
Der Baronet wurde über dieſe Frage ſtutzig.
„Der Erbe des Vermögens Ihrer Gemahlin!“
„Auch dieß wiſſen Sie?
„Allerdings weiß ich es,“ rief Seine Excellenz laut lachend,„wozu diente denn ſonſt das Amt, das ich zu bekleiden die Ehre habe. Die Polizei in Neapel weiß alles.“
„Aber ſagen Sie mir doch,“ ſagte ſein Beſucher etwas beruhigt, als er ſah, daß Philipp ein Ge⸗ fangener ſei,„was hat denn der Umſtand, daß der junge Menſch mein Stiefſſohn und der Erbe des Vermögens ſeiner Mutter iſt, mit unſerem Ueber⸗ einkommen zu ſchaffen?“
„Was es damit zu ſchaffen hat?“ wiederholte der Beamte mit hochrothem Geſicht.„Cospetto! ihr Engländer meint mit eurer Kaltblütigkeit die ganze Welt verblüffen zu können. Was es damit zu ſchaffen hat? Zwölftauſend Pfund jährlich! Glau⸗ ben Sie denn, ich gebe mich zu Ihrem Plane, ihn ſeines Geburtsrechts zu berauben, her? Ich willigte ein, meinen Namen, Rang und Stellung für die ärmliche Summe von fünfhundert Ducaten zu be⸗ 4


