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Gefühl, das ſie der empfangenen Gaſtfreundſchaft ſo⸗ wohl als ihrer Ehrenhaftigkeit ſchuldig zu ſein glaub⸗ ten, nicht, die Rolle von Lauſchern zu ſpielen.
„Sein Vater,“ verſetzte unſer Held.„Um Ernſt's willen wünſche ich, daß hinter ſo vielem Geheimniß⸗ vollen nichts Schlimmes ſteckt.“
Die Sonne ſtrahlte herrlich in das Zimmer der beiden Freunde, als zu früher Morgenſtunde des fol⸗ genden Tages der Eigenthümer der Caſa Ingleſe in daſſelbe trat und dieſe ſanft aus dem Schlafe er⸗ weckte. Wir brauchen wohl kaum zu verſichern, daß die beiden jungen Männer ihn mit großem Intereſſe anblickten.
Der zerriſſene Mantel nebſt Schlapphut waren bei Seite gelegt und er war jetzt in die Tracht eines Landmanns oder Pächters gekleidet. Er mochte etwa fünfzig Jahre zählen, vielleicht auch etwas weniger,. wenn man die tiefen Linien auf ſeiner Stirne mehr den Sorgen als der Zeit zuzuſchreiben geneigt war.
Ein dichter Backen⸗ und Schnurrbart verbarg voll⸗ ſtändig den Ausdruck des untern Theils ſeines Geſichts.
Es war eine Phyſiognomie, die man einmal ge⸗ ſehen, nie wieder vergaß; beſonders merkwürdig wa⸗ ren die großen, glänzenden, ſchwarzen Augen.
„Wo habe ich denn dieſe Augen ſchon geſehen?“ fragte ſich Oliver in Gedanken.„In Mailand fielen ſie mir nicht auf.“
„Manche Leute würden dieſes Zuſammentreffen vermieden haben,“ ſprach ihr myſteriöſer Beſucher,
„ich aber ſuchte es auf. Mein Sohn hat mir nicht nur die Umſtände, durch welche Sie meine Gäſte wur⸗ den, ſondern auch die Neigung mitgetheilt, die gegen⸗—


