weiter als der Unrath des Lebens. Vielleicht ſagen Sie, ich ſpotte darüber, weil ich, wie Sie, mich eines ſolchen Beſitzes nicht rühmen kann.“
„Es freut mich dieß,“ antwortete, Ernſt herzlich ſeine Hand ſchüttelnd.„Ich kann Ihnen gar nicht ſagen, wie glücklich Ihr Geſtändniß mich macht. Und Ihr Freund?“
„Oh! der iſt reich,“ rief Oliver lachend.„Der Erbe ſeines Vormunds weiß allein, wie viele Tau⸗ ſende im Jahr,— Ländereien, Farmen, Pflanzungen, eine halbe Inſel er zu erwarten hat. Nicht wahr? Deßhalb müſſen Sie ihn gerade ſo behandeln wie ich, mit derſelben Unterwürfigkeit und dem tieſſten Reſpekt.
„Philipp,“ fuhr er fort,„reiche mir meine Pan⸗ toffeln. Dank Dir, alter Junge.“
Dieſer kleine Zwiſchenfall trug mehr dazu bei, ihren neuen Bekannten von einem Gefühl zu heilen, das mit der Zeit krankhaft hätte werden können, als eine ſtundenlange Rede es vermocht hätte.
„Ich danke Ihnen,“ ſprach Ernſt, nachdem er noch einmal eine gute Nacht gewünſcht hatte,„ich werde die Lektion nicht vergeſſen.“
„So iſts recht,“ verſetzte Oliver.„Sie werden uns alſo in Rom aufſuchen.“
„Philipp,“ fuhr er fort, ſobald ſie allein waren, „an was erinnert Dich dieſes Zimmer hier?“
Dieſes Zimmer ſah faſt noch trauriger aus, als jenes, in welchem die jungen Männer in Rockingham Hall die Nacht zugebracht hatten, auf welches er an⸗ ſpielte. Die Mauern waren von unbehauenem Stein⸗
Smith, Milly Mohne. II. 16


