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„Ich habe den jungen Mann ſchon ſeit einiger Zeit in's Auge gefaßi,“ verſetzte der Italiener;„ſeine mit der Schweſter und Nichte des Kardi⸗ nals—“
„Wie heißen dieſelben?“
„Es iſt die Gräfin Belgioſo und deren Tochter.“
„Die Dame, deren Sohn ebenſo wie die jungen Bonaparte's namentlich von der Amneſtie ausge⸗ ſchloſſen wurde?“ fragte der Baronet haſtig.
„Dieſelbe.“
„Was kann klarer ſein? Auch er iſt ein Agent der Carbonari,“ rief ſein Beſucher.„Herr Miniſter, ſelbſt ein ſchlichter Engländer, wie ich, läßt ſich durch ſo viele Schlauheit nicht täuſchen. Unſere Lage hat ſich jetzt umgekehrt: anſtatt daß Sie mir die⸗ nen, bin ich es, der Ihnen dient.“
„Sind Sie je im Hrient geweſen?“ fragte ſeine Ercellenz mit leichtem Lächeln.
„Niemals.“
„Aber ich. Die Orientalen haben ein Sprich⸗ wort, das mir ſehr gefällt:—
„„Es iſt Thorheit, Hufeiſen für ein todtes Pferd zu kaufen.““
„Und die Nutzanwendung davon?“
„Unſer Pact iſt ein todtes Pferd,“ be⸗ merkte der Miniſter trocken,„und der Verſuch, die Bedingungen deſſelben zu ändern, hieße ſo viel, als Hufeiſen für daſſelbe kaufen.
Sonderbar, dachte ſein Beſucher; daſſelbe Sprich⸗ wort habe ich in den Zelten der Rumänen gehört.
„Noch ein Wort, ehe Sie weggehen,“ ſetzte der Miniſter hinzu.„Wenn Mr. Trevor läugnen ſollte,


