214
nem ganzen Anſehen unterſtützen können;*) nachdem es mißlungen und noch überdieß ſein Name dabei worden war, überließ er ihn ſeinem Schick⸗ ſale.
„Thor! Einfaltspinſel!“ rief er aus, als Signore Pietro zitternd vor ihm ſtand,„iſt dieß Ihre ge⸗ rühmte Gewandtheit? Es geſchieht mir aber recht. Ich hätte nie einem Italiener einen ſo delikaten Auf⸗ trag, wie die Ueberwachung verdächtiger Fremden anvertrauen ſollen, da ich wiſſen konnte, wie weit ein ſolcher zu gehen wagt.“
„Ich ſetzte mein Leben daran,“ antwortete der Spion ſchüchtern.
„Ihr Leben!“ wiederholte der General mit ge⸗
ringſchätzendem Lachen;„und was iſt denn Ihr Le⸗
ben werth im Vergleich zu der Verlegenheit, die Sie mir bereitet haben? Ein Dutzend Leben, wie das Ihrige, wägen dieſe nicht auf.“
Damit rief er eine Ordonnanz herbei und befahl dieſer, den unglücklichen Agenten ins Gefängniß ab⸗ zuführen, wo er im ſtrengſten Gewahrſam gehalten werden ſolle.
Signore Pietro hörte mit Entſetzen dieſen Be⸗ fehl. Er ſelbſt hatte ſchon öfter einen ähnlichen er⸗ theilt und er ahnte wohl, welches weitere Schickſal ihm bevorſtehen möchte.
Vorſtellungen wagte er keine zu machen, indem dieſe höchſt wahrſcheinlich ſein Schickſal noch ver⸗
*) Weil dadurch der Beweis der Einmiſchung des jungen Engländers in eine Verſchwörung, die ihn nichts anging, her⸗ geſtellt geweſen wäre. D. B.
„


