Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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entdecken müſſen, daß der Grad ſeiner Zuneigung zu ihr ſehr klein ſei.

Bei Sir Aubrey war das Eheband in buchſtäb⸗ lichem Sinne ein goldenes.

Im Anfange verſuchte ſie es mit Vorwürfen. In Ermanglung von Beweiſen ſeiner Untreue ſuchte der herzloſe Wüſtling dieſelben für kindiſch und unver⸗ nünftig zu erklären; zugleich behauptete er, daß Fa⸗ milienangelegenheiten der Grund ſeiner zahleichen Reiſen auf's Land ſei und verſicherte, daß ſeine Ge⸗ fühle für ſie in keiner Hinſicht ſich geändert hätten.

Was die letztere Behauptung anbelangte, ſo lag darin eben ſo viel Ironie als Wahrheit.

Vergebens bat ſie um die Erlaubniß, ihn be⸗

gleiten zu dürfen. Zärtliche Sorgfalt für ihre Ge⸗ ſundheit wurde als Grund der Weigerung vorge⸗ ſchützt, und als die unglückliche Gattin erklärte, ſie ſeie gänzlich zufrieden, wenn er ihr nur den Namen des Ortes nenne, den er ſo häufig beſuche, ſtellte ſich der Heuchler über ihren Mangel an Vertrauen in ſeine Ehre beleidigt. Biſt Du nicht die Schönheit ſelbſt,“ ſprach er in Erwiderung auf ihre dringenden Bitten,„und beweist nicht mein Benehmen, wie innig ich Dich liebe? Wie kannſt Du auch nur an Deiner Gewalt mich zweifeln, es iſt dieß ein Verrath an Dir elbſt.“

Lady Fairelough wußte, daß ſie ſehr ſchön war — ihr Spiegel beſtätigte ihr täglich dieſen Umſtand; aber weder ihr Spiegel, noch ihre Eitelkeit, noch,

as noch weniger verfangen wollte, die höflichen

aber kalten Schmeicheleien des Mannes, dem ſie ihr