zu erholen oder ein Wort der Erwiderung finden konnte, folgte ſie⸗Mary Daws aus dem Zimmer.
Für was für einen Dummkopf muß ſie mich hal⸗ ten, dachte Oliver. Sie wird doch gar am Ende nicht glauben, ich hätte auf eine Belohnung gerech⸗ net. Ich will lieber ſehen, ob ich ihr nicht helfen kann.
Zugleich fing er an in Gedanken zu berechnen, wie viel Geld er und Philipp Blandford zuſammen mit ſich führten.
„Kaum genug für uns beide, um London zu er⸗ reichen,“ murmelke er mit einem Seufzer vor ſich hin.
„Ich will dafür ſorgen, daß ihrer augenblicklichen Noth abgeholfen wird,“ bemerkte ſein Gaſtwirth, wie wenn er ſeinen Wunſch errathen hätte.„Ich will euch heute Nacht oder vielmehr dieſen Morgen nicht weiter ausfragen,“ ſetzte er lächelnd hinzu,„denn jetzt wird euer Bett ohne Zweifel bereitet ſein. Jem wird euch dahin führen.“
Damit ſchüttelte er ſeinen beiden jungen Gäſten herzlich die Hand, welche ihrem Führer in das eilig
zu ihrem Empfange hergerichtete Zimmer folgten. Der Knabe ging in einem Schritte vor ihnen her, welcher ſeine Lahmheit noch augenfälliger machte. Es war eine gewiſſe Bitterkeit in ſeinem Herzen. Ihm hatte ſein Herr nie die Hand gedrückt. „Eilt nicht ſo ſehr,“ ſagte Oliver,„wir haben Zeit.“ Jem wandte ſich raſch um. Der freundliche Ton, in welchem dieſe Worte geſprochen wurden, erregte ſeine Aufmerkſamkeit und er würde etwas darauf er⸗ widert haben, wenn nicht das Entſetzen, das er auf dem Geſicht des armen Philipp las— ein Entſetzen,


