genblicke für den unglücklichen Jungen ſich zu intereſ⸗ ſiren anfing;„ich werde mir die Sache überlegen.“
Wohl möglich, daß dieſe Unterredung ihm aus dem Gedächtniſſe kam oder daß er keinen Grund fand die Anſicht, die er ſich gebildet, zu ändern, denn er ſpielte nie mehr auf den Gegenſtand an, und Jem, der bei ſeinem erſten Verſuche, ſich Kenntniſſe zu er⸗ werben, ſich zurückgewieſen ſah, wiederholte ſeine Bitte nicht wieder.
Weder die Haushälterin noch der Knabe erlaub— ten ſich ein Erſtaunen darüber auszudrücken, als ihr Herr ſeine Gäſte in das ſparſam möblirte Speiſezim⸗ mer einführte, in welchem übrigens ein gutes Feuer luſtig brannte, ſondern nahmen ſeinen Befehl, Betten herzurichten, ſtillſchweigend hin.
„Ich bin nicht gewöhnt Beſuche bei mir aufzu⸗ nehmen,“ ſetzte er zu ſeinen Gäſten gewendet hinzu, zund fürchte, Sie werden es nicht allzu bequem hier finden.“
„Ein Obdach iſt alles, was ich wünſche,“ ver⸗ ſetzte die Frau.
„Jedenfalls ſind wir hier beſſer aufgehoben, als in der Scheune,“ ſagte Oliver Brandreth, der ſich mehr um ſeines Begleiters als um ſeinetwillen über dieſen Wechſel freute.
Man ſtellte den jungen Leuten zu eſſen vor, das ſie ſich, trotz des gerühmten Vorraths von Zwieback, trefflich ſchmecken ließen.
Unterdeſſen blieb die Frau, welche es abgelehnt hatte an dem Mahle ſich zu betheiligen, mit ihrem Kinde in der Nähe des Feuers ſitzen, welches wieder rothe Farbe auf ihre bleichen Wangen brachte. Der


