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Plunder abgenommen, den ſie dem alten Manne geſtoh⸗ len hatte. Ich kenne die ganze Geſchichte; ich hörte ſie im Lager erzählen, als ich noch ein Knabe war.“
„Aber Dü haſt ſie nicht mit angeſehen?“
„Nein.“
„Aber ich.“
Nachdem die Pfeifen ausgeraucht waren, verkro⸗ chen ſich die zwei Geſellen unter das Stroh in der Ecke; und die beiden jungen Leute, welche entſetzt ihrer Unterhaltung zugehört hatten, fingen ſchon an ſich Glück zu wünſchen, als eine dritte Perſon, von dem an Heftigkeit immer mehr zunehmenden Sturm getrie⸗ ben, in die Scheune gewankt kam.
Es war eine Frau mit einem Kinde von etwa zwei Jahren auf den Armen. Mit dem Inſtinkte mütterlicher Liebe hatte das verlaſſene Geſchöpf ihre Laſt in einen weiten, recht hübſchen Shawl gehüllt, indem ſie Hals und Schultern dem unbarmherzigen Regen⸗ und Schneegeſtöber preisgab, das ſie bis auf die Haut durchnäßt hatte.
Mit den liebreichſten Worten fing ſie an das Ge⸗ ſchrei des Kindes zu beſchwichtigen, das ſie ihre ge⸗ liebte Annie hieß.
„Ruhig! Ruhig!“ murmelte ſie;„näher, näher an mein Herz; hier ſind wir ſicher, ganz ſicher, und unter Dach!“
Oliver ſchauderte bei dem Ton dieſer Stimme; er dachte an die beiden Zigeuner.
In Momenten der Aufregung oder Gefahr iſt es merkwürdig, wie ſcharf plötzlich der Gehörſinn wird und wie ſehr er im Stande iſt, den Schall eines Tones von dem andern zu unterſcheiden. Durch das


