Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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ly ihre Faſſung wieder gewonnen. Jetzt ging es an ein Küſſen und Gratuliren unter den Damen, welche die Bräute den übrigen Theil des Abends hindurch keinen Augenblick mehr verließen. Miß Tracy, die Gräfin und Nancy ſchienen ſie förmlich in Beſchlag genommen zu haben zum großen Leid⸗ weſen Harold's und deſſen Freund, die ſich förmlich für mißhandelt anſahen, als das alte Fräulein beim Zurückziehen vom Speiſeſaal in das Beſuchzimmer ihrem Neffen und Harry bedeuteéte, den Damen nicht eher zu folgen, bis ſein Onkel und die übrigen Herren ihren Wein ausgetrunken hätten.

Kaum ſah ſich Miß Margaret Tracy mit ihrer künftigen Nichte allein, als ſie die Glocke zog und nach ihrer Kammerjungfer verlangte, die ſie mitge⸗ bracht hatte. Dieſe erſchien auch augenblicklich mit einem Kiſtchen unter dem Arm, das, wie unſere Leſer wohl errathen haben werden, nichts Geringe⸗ res, als die Familiendiamanten enthielt, welche für die bevorſtehende Vermählung neu gefaßt worden waren.

Das alte Fräulein näherte ſich jetzt Bella, küßte ſie zärtlich und händigte ihr den kleinen ſilbernen Schlüſſel des Käſtchens ein. Es lag etwas ſo Ein⸗ faches und Ungeziertes in der Weiſe, mit der ſie das Geſchenk machte, daß das ſchöne Mädchen nur durch ein Lächeln zu danken vermochte. Seither hatte ſie die gravitätiſche alte Jungfer faſt gefürch⸗ tet, aber deren jetzige Freundlichkeit verſcheuchte die⸗ ſes Gefühl für immer und ſie war feſt überzeugt, daß ſie ſie in Zukunft innig lieben könne; nicht wegen des Werthes der Edelſteine, denn Bella's reines Herz war über dergleichen käufliche Rückſich⸗

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