Bei der Damenwelt ſchien er noch beliebter zu ſein. Mehr als Eine Herzogin machte ihm ſcherzend dar⸗ über Vorwürfe, daß er der Gräfin dadurch den Vorzug gegeben, daß er dieſer den erſten Beſuch ge⸗ macht habe.
Ich muß mich mit dieſem Manne befreunden, dachte Eugenia. Sie ahnte freilich nicht, wie gänz⸗ lich unmöglich dieſer Wunſch ſei, denn Lilini wußte bereits, wie dunkel die Schatten in dem Gemälde ſeien, welches die Welt, die irrig urtheilende Wekt, ſo allgemein bewunderte.
Brandon Burg hatte, gleich den meiſten ſeiner
Landsleute, eine hohe Meinung von dem, was er
das Syſtem der Gegenſeitigkeit nannte. Er war in des Earls Hauſe eingeladen worden, und es ſchien ihm nicht mehr wie billig, daß er dieß, um uns ſeines eigenen, eleganten Ausdrucks zu bedienen, heim zu geben habe. Der Spieltiſch hatte ihn in gute Laune verſetzt, denn er hatte jeden Robber gewonnen.
„Nun, Mylord,“ ſagte er, ſeinen Gewinn in die⸗ Taſche ſteckend,„Leute unſeres Schlags im Lande ſollten Gegenſeitigkeit üben. Mrs. Burg möchte gern eine Soare geben. Wenn Eure Lordſchaft und Ihre Ladyſchaft mit uns ſpeiſen wollen, ſo ſoll mich's ſehr freuen, Ihnen Gelegenheit zu geben, Ihre Dollars wieder zu gewinnen.“
Zum Erſtaunen Aller, welche die auf ſo ſonder⸗ bare Weiſe gemachte Einladung mit angehört hatten, wurde ſie von dem ſtolzen Poir ſogleich angenommen.
„Und Sie bringen dann auch Ihren Sohn mit,“ ſetzte der Yankee hinzu, dem Vicomte zunickend.


