Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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zu denken, das ſie verurſache. Es bedarf wohl keiner Verſicherung, daß das Reſultat das gleiche war.

Harold gerieth ganz außer ſich; von Bella's Geſicht war das Lächeln gewichen. Nur mit größter Ueberwindung hielt Harold an ſich, ſein Verſprechen nicht zu brechen und General Trelawny dieſes un⸗ natürliche Benehmen mitzutheilen.

Laſſen Sie uns Ihren Vater zu Rath ziehen, wiederholte er mehrmals dringend.Sein Anſehen wird Eugenia wenigſtens zwingen, dieſes Stillſchwei⸗ gen zu brechen, das peinigender iſt, als der Tod.

Das liebevolle Mädchen widerſtand ſeinem Drän⸗ gen. Sie betrachtete ihre Leiden als Strafe für die allzu parteiiſche Liebe des Vaters. Hätte ſie die Wahrheit gekannt, wie ganz anders würde ſie gehandelt haben; aber das Geheimniß von Euge⸗ nia's Geburt war nur ihrem unwürdigen Gatten, der Gräfin von Melbourg und dem Manne bekannt, der auf ſo edelmüthige Weiſe eingewilligt hatte, ſie zu adoptiren.

Dieß war der Stand der Dinge, als Graf Lilini durch ſeine unerwartete Ankunft in der Halle Harold überraſchte. Er war in tiefe Trauer gekleidet. Der Gemahl der Frau von Courcie war nicht mehr: der blinde, alte Krieger des Kaiſerreichs hatte ſeine Wittwe als einzige Erbin ſeines ungeheuren Ver⸗ mögens zurückgelaſſen.

Einem Manne von des Grafen Scharfblick fiel es nicht ſchwer, zu errathen, daß ein geheimer Kum⸗ mer am Herzen ſeines jungen Freundes nage, auch dauerte es nicht lange, bis ihn dieſer in ſein Ver⸗ trauen zog.