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zu berauben, wollte er mir auch die Ehre abſchnei⸗ den. Für was für einen verächtlichen Menſchen muß das arme, mißhandelte Mädchen mich halten! Dem Himmel ſei's gedankt, daß ich in England bin, um ihn entlarven und beſtrafen zu können!“
„Ihn zu entlarven, ſteht in Ihrer Macht; ihn zu beſtrafen, iſt etwas Anderes,“ bemerkte Harold. „Die Quittung für das auf die Verſchreibung be⸗ zahlte Geld iſt nicht mehr in Ihrem Beſitze.“
„Aber mein Vetter—“
„Pah!“ unterbrach ihn ſein Freund;„glauben Sie denn noch immer an die Ehrenhaftigkeit dieſes Menſchen? Ich bin ſchon längſt überzeugt, daß Lilini Recht hat; es iſt beſſer, ſich auf den Kopf als auf das Herz zu verlaſſen! Ich weiß nicht, woher es kommt, aber ich kann mir die Ueberzeu⸗ gung, daß der Graf auf irgend eine Weiſe in die frühere Geſchichte Ihrer Familie verwickelt iſt, nicht aus dem Sinne ſchlagen. Das auffallende Inter⸗ eſſe, das er für Sie an den Tag gelegt hat, ſeine genaue Kenntniß Ihrer Angelegenheiten drängt mir die Ueberzeugung auf, daß, wenn je einmal das Ge⸗ heimniß gelöst wird, er als eine handelnde Perſon darin erſcheinen wird.“
Harry hatte ſchon längſt etwas Aehnliches ge⸗ ahnt und er war darin durch die ſo plötzliche Ver⸗ traulichkeit zwiſchen dem Doctor Curry und dem Grafen beſtärkt worden, die bei ihrem erſten Zu⸗ fn ſich gänzlich fremd zu ſein geſchienen
atten.
„Es klingt wie ein Roman,“ ſprach er,„aber


