39
„So löſen Sie ſie.“
„Unmöglich; Sie ſind im Stande, ſelbſt eine Sphynx in Verlegenheit zu ſetzen.“
„Ich weiß von keinem Sphynr etwas,“ antwor⸗ tete Brandon.„Es mag dieß eine ſehr geſcheite Perſon im alten Land geweſen ſein, aber das neue Land beſitzt Leute, die ihr die Würmer aus der Naſe zu ziehen verſtehen. Sehen Sie, Sie halten ſich für einen ganz geriebenen Kerl und ich glaube auch, daß Sie ſelbſt dem Teufel eine Naſe zu drehen verſtünden, aber dieß Alles iſt nur Kinderſpiel, gegen das, um was es ſich jetzt handelt.“
„Und was haben Sie denn ausfindig gemacht, wenn ich bitten darf?“ fragte der Officier unge⸗ duldig.
„Das Geheimniß, das Sie ſchon ſo lange be⸗ ſchäftigt.“
„Eitle Prahlerei!“
„Soll ich Ihnen den Beweis liefern?“ rief der Yankee triumphirend.„Ich. habe große Luſt dazu. Ja, ich will; wir wollen Beide morgen Abend in die Geſellſchaft der Gräfin Melbourg gehen.“
„Sie ſcherzen?“
„Es gilt hundert Pfund.“ ₰
„Ohne hinausgewieſen zu werden?“
„Ohne hinausgewieſen zu werden. Ja, noch mehr— die Dame ſelbſt muß uns ihrem ſteifen Gemahl und ihrem dickköpſigen Sohne vorſtellen.“
„Es gilt,“ antwortete Albert Mortimer, indem er die Wette in ſein Notizbuch eintrug; denn er war feſt überzeugt, daß Brandon entweder von Eitelkeit oder Wein berauſcht ſei.


