Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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im Tone des Erſtaunens, in den ſich Mitleid über die augenſcheinliche Unwiſſenheit Harold's in Betreff des wichtigen Umſtands miſchte, den er jetzt kund zu geben im Begriffe ſtand.Jeder ſpaniſche Prinz, mein Herr, iſt von ſeiner Geburt an Oberſt in der Garde!

Dieß galt als unwiderlegbar, bis Graf Lilini im Salon erſchien. Seine Meinung wurde als eine Art von Autorität betrachtet. Wir brauchen wohl kaum zu verſichern, daß er die von den jungen Engländern ausgeſprochene Anſicht in ihrem ganzen Umfange beſtätigte.

Als Harold der Herzogin ſeine Abſicht mittheilte, am folgenden Tage nach England abreiſen zu wol⸗ len, ſprach dieſe den Wunſch aus, ſeiner Tante ſchreiben zu wollen, ein Verſprechen, das ſie hielt oder das vielmehr ihre Nichte Marie v. Trouville in ihrem Namen ausführte, indem ſie den Brief unter dem Dictate ihrer Tante ſchrieb. Er fing mitMeine theuerſte Freundin an und ſchloß un⸗ ter den Verſicherungen der fortwährenden Trauer über die gegenſeitige Trennung und der ſtets gleich⸗ bleibenden Liebe und Hochachtung mit den Worten: Ewig die Ihrige, Anna von Rohan.

Als die Epiſtel zu Ende war, erhob ſich eine kleine Schwierigkeit. Die Gnädige hatte nämlich den Namen ihrer theuerſten Freundin ver⸗ geſſen und wußte nicht, wie ſie den Brief adreſſiren ſollte. Eine Engländerin wäre wohl in Verlegen⸗ heit gerathen und über ihre Unaufrichtigkeit errö⸗ thet; dieß war aber bei der gewandten Franzöſin nicht der Fall, die ſogleich auf einen Ausweg verfil.