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enger Thäler und tiefer Schluchten, aus denen ſich rauhe, gigantiſche Felsblöcke erheben, ſich verirrt und zu Grunde geht.
In den nördlichen, an die Pyrenäen ſtoßenden, Theilen ſind die Berge kühner und kecker, als in den ſüdlichen Diſtricten, und an ihrem Fuße von Kaſtanienbäumen oder jener eigenthümlichen Art von ſpaniſchen Eichen eingefaßt, die man encina nennt, deren Eicheln die Bauern zu ihrer Nahrung röſten. In ihrer Mitte ſind dieſe Berge mit Buſchwerk oder bloßem Pfriemenkraut bekleidet, wogegen ihre Spitzen nur nackte Felſen bilden, die ſich in den phantaſti⸗ ſchen Umriſſen zeigen. Einige dieſer Höhen ſind faſt gänzlich unfruchtbar und haben ein ödes Aus⸗ ſehen. Die einſame Hütte eines Schäfers oder eine kleine Kapelle, zu welcher eine Linie von Kreuzen den Weg andeutet, ſind die einzigen Gegenſtände, welche die Aufmerkſamkeit des Reiſenden auf ſich ziehen. Außerdem findet man nur hie und da einen einzeln ſtehenden Baum, welchen der Wind oder ein Blitzſtrahl zertrünmert hat. Im Allgemeinen übri⸗ gens deutet der Boden mehr auf die Gleichgiltigkeit ſeiner Bewohner, als auf Kargheit der Natur; denn es gibt Tauſende von Morgen in dieſen Berg⸗ diſtrikten, welche, wenn man ſie anpflanzte, eine Traube hervorbringen würden, die in dem Glaſe eines Epikuräers zu funkeln würdig wäre und bei Weitem den widerlichſüßen Wein, den man in den fetten Ebenen zieht, übertreffen würden. In eini⸗ gen Theilen beſchattet der immergrüne Erdbeerbaum die Berge mit ſeinem dunklen Blätterwerk, das dem Lorbeer nicht unähnlich iſt und eine Frucht trägt,


