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ſein gegebenes Wort zu halten bemüht war, obgleich es ihn einen großen innerlichen Kampf koſtete, ſich von einem Manne zu trennen, der ihm ſo aufrichtig und uneigennützig gedient hatte.
„Sie werden ohne Zweifel errathen haben,“ ſprach er,„aus welchem Grunde ich nach Ihnen ge⸗ ſchickt habe?“
Eine reſpectsvolle Verneigung des Kopfes Lilini's bejahte dieſe Frage.
„Sie wünſchen alſo Spanien zu verlaſſen?“
„Schon ſeit Monaten iſt dieß mein ſehnlichſter Wunſch,“ erwiderte Lilini.„Es ſind Umſtände ein⸗ getreten, welche mir Ausſicht eröffnen, daß die Wolke ſich zerſtreut, die mein ganzes Daſein verdunkelte, die mich zum Manne machte, ehe ich noch recht aus den Knabenjahren getreten war, die mir jede Hoff⸗ nung auf das Leben raubte und jede warme Empfin⸗ dung in meiner Bruſt ertödtete.“
„Es ſteht Ihnen frei abzureiſen,“ ſagte Don Carlos, es wird dann nur ein Freund weniger da ſein; allerdings der treueſte und ſchätzbarſte,“ ſetzte er hinzu, als er bemerkte, daß das ſtolze Geſicht des Grafen bei dieſen Worten ein flammendes Roth überzog.„Es war dieß die letzte Bitte eines Mannes, der das Recht hatte, die Dankbarkeit ſeines Sou⸗ verains in Anſpruch zu nehmen.“
„Ich werde bleiben,“ antwortete der Graf feſt, aber achtungsvoll,„bis der Traum— die Hoffnung, wenn Sie wollen— meinen Namen zu reinigen, dem Geſchick entgegen zu treten, das mich verfolgt, vorüber iſt. Ich habe Ihren edelmüthigen Schutz nicht vergeſſen, den Sie dem Flüchtlinge angedeihen


